Polyneuropathie

Was ist Polyneuropathie?

Grob gesagt ist es eine neurologische Erkrankung des peripheren Nervensystems, deren Verlauf chronisch ist.

Je nach Ursache können motorische, sensible oder vegetative Nerven betroffen sein.

Polyneuropathie kann als Auswirkung einer Stoffwechselstörung entstehen (z. B. Diabetes etc.), oder toxisch bedingt sein (z . B.Alkoholmissbrauch, Giftstoffe, Medikamente etc.). Ebenso kann sie eine Folge von Infektionskrankheiten sein (z. B. HIV, Lues etc.) oder in Folge von Krebserkrankungen entstehen. Ohne erkennbare Ursache entstandene Polyneuropathien sind meistens heriditärer (erblicher) Ursache.

Durch Polyneuropathien werden z. B. Sensibilitätsstörungen hervorgerufen (Ameisenlaufen, Kribbeln etc.), welche am ganzen Körper, oft aber nur Handschuh- oder Strumpfförmig, auftreten können. Diese Sensibilitätsstörungen treten häufig beidseits auf, sie können sich auch mit brennenden Schmerzen äußern.

Durch fehlende oder verfälschte sensible Informationen über Muskelan- bzw. entspannungen, Stärke des Auftretens kommt es zu ataktischen Koordinationsstörungen. Dadurch entsteht ein verunsichertes Ganggefühl.

Bei verändertem Temperaturempfinden kann es an den Händen z. B. beim Abwaschen in zu heißem Wasser oder Anfassen von zu heißen Gegenständen zu Verbrennungen kommen.

Durch Wunden an den Füßen, die vom Betroffenen auf Grund fehlender Schmerzreize nicht bemerkt werden kann es z. B. zum diabetischen Fuß kommen.

Außerdem kann es zu Lähmungen, Blasenstörungen, Magen- und Darm sowie Potenzstörungen kommen.

Bei einer Polyneuropathie mit einer bekannten Grunderkrankung ist eine Behandlung der Grunderkrankung oft möglich. Sonst kann nur eine symptomatische Behandlung z. B. der Schmerzen erfolgen.

Siehe auch den Artikel über Polyneuropathie in der Wikipedia.